Schule am Beilstein
Schule am Beilstein

Die Umzugspläne sind vom Tisch. Ein Umzug findet nicht statt. (siehe Menüpunkt "Archiv1")

UMZUG UNSERER SCHULE?                                             Eine Verschlechterung der schulischen Rahmenbedingungen ist inakzeptabel!

 

Dem Schulelternbeirat der Schule am Beilstein (nachstehend „SEB“ genannt) ist schon seit rund 5 Jahren bekannt, dass die Stadt Kaiserslautern in Erwägung zieht, den Schulstandort „Velmannstraße 13, 67657 Kaiserslautern“ mittelfristig aufzugeben und für die SchülerInnen und Lehrkräfte an einem anderen Ort die benötigten Schulräume zur Verfügung zu stellen. So wurde seitens der Stadt Kaiserslautern damals auch der Standort der Bännjerrückschule als eine der möglichen Optionen genannt. Ein genauer Umzugstermin wurde bislang nicht bestimmt, man ging von einem Zeitkorridor bis ca. 2020 aus.

 

Hintergrund für diese Umzugspläne waren die im Laufe der Zeit am und im Schulgebäude und der angrenzenden Turnhalle entstandenen Mängel und Schäden. Die Beilsteinschule leidet unter einem jahrelangen Sanierungs- und Modernisierungsstau, welcher im Gegensatz zu vielen anderen Schulen in Kaiserslautern nie im großen Stil angegangen wurde. Es wurde immer nur punktuell auf gravierende Schäden und Defekte reagiert (u.a. Ausfall der Heizungsanlage/ wiederholte Wassereintritte in Schulräume/ Turnhalle aufgrund des undichten Daches, was auch aktuell wieder der Fall ist). Eine Generalsanierung des Schulgebäude war und ist nach Kenntnisstand des SEB seitens des Schulträgers nicht vorgesehen. Der SEB ist vielmehr der Ansicht, dass die Stadt Kaiserslautern diese Ausgaben aufgrund des Kostenvolumens von mehreren Millionen Euro vermeiden möchte und nach einer für Sie preiswerteren Lösung sucht. Dies ist legitim; man sollte jedoch bedenken, dass die SchülerInnen und das Lehrpersonal keine „Manövriermasse“ bilden, welche man einfach von Punkt A nach B umsiedeln kann. - Unsere Kinder sind in ihrer ganzheitlichen Entwicklung beeinträchtigt und benötigen daher sehr viel Aufmerksamkeit, Fürsorge und Förderung, gerade und besonders auch durch den Schulträger. Dies sollte in der derzeitigen öffentlichen Diskussion um den Standort der Schule am Beilstein immer gegenwärtig sein. Leider wurde dies bisher jedoch vernachlässigt und führt zu Ängsten und Betroffenheit in vielen Familien der BeilsteinschülerInnen.

 

Der SEB hat die Informationen, dass die Internationale Schule künftig eventuell das aktuelle Schulgebäude der Beilsteinschule nutzen wird, erst aus dem Rheinpfalz - Artikel vom 09.03.2015 erfahren. Der Landrat Paul Junker (der Kreis Kaiserslautern ist zusammen mit der Stadt Kaiserslautern Schulträger der Schule am Beilstein) hat daraufhin den SEB bereits am 10.03.2015 kontaktiert und über seine Schritte unterrichtet.

Der OB Dr. Klaus Weichel sowie die beiden Beigeordneten Peter Kiefer und Joachim Färber wurden vom SEB per Mail am 20.03.2015 über die Inhalte einer Sitzung der Elternvertretung vom 17.03.2015 informiert. Hier hatte der

SEB erstmals die Gelegenheit, Einsicht in die Baupläne der Bännjerrückschule zu nehmen. Der SEB eruierte, dass die Räume für die 15 Klassen der Schule am Beilstein mit 120 SchülerInnen (davon aktuell 51 aus dem Landkreis) nicht ausreichen dürften. Außerdem entspricht die Ausstattung im Übrigen nicht den Anforderungen für eine G-Schule, die in der Verwaltungsvorschrift vom 22.01.2010 (9326-50730-1/02) „Bau von Schulen und Förderung des Schulbaus“ (dort insbesondere Anlage 2 Rahmenraumprogramm Nr. 5 .2) geregelt sind. Im und am Baukörper der Bännjerrückschule müssten folglich eine Vielzahl von Um-, Ein- und ggfs. auch Neubauten vorgenommen werden, wie beispielsweise ausreichende Anzahl von Klassenzimmern und Funktionsräumen, Pflegebäder/ Toilettenanlagen auf jeder Etage, Fahrstuhl (Barrierefreiheit!), das zwingend notwendige Bewegungsbad, Speisesaal für alle SchülerInnen usw. Der SEB stellte in seiner Sitzung auch klar, dass ein Umzug zudem nur dann in Betracht käme, wenn an dem neuen Standort alle Bauarbeiten auch tatsächlich abgeschlossen sind.

 

Der SEB kann sich alternativ auch vorstellen, dass die Internationale Schule in der Anfangsphase ihrer Neugründung Räumlichkeiten am aktuellen Standort der Beilsteinschule mitnutzt. Somit könnte die gesellschaftspolitisch angestrebte Inklusion einmal im Realen gelebt werden. Durch bauliche Erweiterungen einerseits und Verbesserungen in der Bausubstanz des Altgebäudes andererseits könnte in der Folgezeit der Schulstandort Velmannstraße aufgewertet und zukunftsfähig gemacht werden. Es bietet sich also die Chance, eine Schule mit Modellcharakter des Miteinander von beeinträchtigten und „normalen“ Kindern und Jugendlichen zu schaffen.

 

Der SEB stellte in seiner Sitzung fest, dass die Einrichtung einer Internationalen Schule in Kaiserslautern durchaus sinnvoll sein mag. Im Blickpunkt des SEB stehen indes die Belange der Schüler der Schule am Beilstein, über deren Kopf hinweg und ohne Berücksichtigung derer Belange nicht über den künftigen Schulstandort entschieden werden sollte. In diesen Prozess sind die ADD, die Kreisverwaltung Kaiserslautern, Schulleitung und die Elternvertreter einzubeziehen.

 

Der SEB hat am Tag der offenen Tür der Beilsteinschule am 21.03.2015 mit einer Unterschriftenaktion begonnen, welche die folgende Forderungen beinhaltet:

 

nach einem etwaigen Umzug muss am neuen Schulstandort allen Belangen der Schule hinsichtlich räumlicher, sachlicher und aller unterrichtsrelevanten Erfordernissen entsprochen und zumindest das aktuelle Niveau erreicht sein.

Eine Verschlechterung der schulischen Rahmenbedingungen ist inakzeptabel.

 

Nach Abschluss dieser Aktion wird der SEB die Unterschriftensammlung an die beiden Schulträger Stadt und Kreis Kaiserslautern übergeben.
 

 

Kaiserslautern, den 24.03.2015

 

Ralf Langkammer

- Schulelternprecher -

Standort Schule

Am 29. September 2015 berichtet die Pfälzische Volkszeitung: "Die geplante Internationale Schule zieht nicht in die Räume der Förderschule am Beilstein ein. Die Beilsteinschule bleibt an ihrem bisherigen Standort in der Velmannstraße und wechselt nicht, wie zunächst geplant, in die Bännjerrückschule um."

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